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Ölanalyse Gasmotor “Standard”

Das prüfen wir
  • Elemente durch ICP
    Die Analyse gibt Aufschluss über Metallabrieb (Verschleiß), Additive und sonstige Verunreinigungen. Die Veränderung von Additiv-Elementen kann zusammen mit anderen Prüfungen Auskunft über den Gebrauchtöl-Zustand geben. U.a. lassen sich Additivabbau, Vermischung oder Falschbefüllung nachweisen.
  • FT-IR Spektroskopie
    Mittels der Fourier Transformations Infrarot Spektroskopie können Rückschlüsse auf den Ölzustand gezogen werden. Bei bekanntem Frischöl lassen sich durch Veränderungen im Spektrum Vermischungen, Wasser- und Glykoleintrag, Additivabbau, Rußgehalt, Oxidation und Nitrationswerte berechnen. Sofern bekannt geben sie uns daher immer den vollständigen Namen des Frischöles an (Hersteller und genaue Produktbezeichnung)!
  • Viskosität bei 40°C
    Die Viskosität zählt zu einem der wichtigsten Kennwerte zur Definition der Schmiereigenschaften eines Öles. Veränderungen während des Betriebes haben daher einen maßgeblichen Einfluss auf den sicheren Betrieb der Anlage. Insbesondere im industriellen Umfeld spielt die Viskosität bei 40°C eine entscheidende Rolle, da Industrieöle nach diesem Kennwert normiert sind (z.B. ISO VG 32; die Viskosität dieses Öles muss bei 40°C 32 mm/s² (+- 10%) entsprechen). Aber auch für den automotive Bereich wird der Viskositätswert bei 40 °C bestimmt, da hieraus der VI berechnet werden kann (siehe VI). Ändert sich die Viskosität bei 40°C kann dies eine Vermischung mit anderen Ölen, Öleindickung usw. bedeuten.
  • Viskosität bei 100°C
    Die Viskosität bei 100 °C dient zur Normierung von Viskositätsklassen bei automotive Schmierstoffen (z.B. SAE 40; bei 100 °C muss das Öl über eine Viskosität von 12,5-16,3 mm/s² verfügen um normgerecht zu sein). Für Industrieöle ist dieser Wert wichtig, da aus den beiden Viskositäten (bei 40 °C und bei 100 °C) der VI berechnet werden kann.
  • Viskositätsindex
    Die Viskosität von Ölen ist Temperaturabhängig. Steigende Temperaturen bedingen eine sinkende Viskosität, das Öl wird dünner. Diese Temperaturabhängigkeit ist jedoch nicht bei allen Ölen gleich. Bei hochwertigen Produkten ist dieser Einfluss geringer, d.h. die Viskosität des Öls nimmt bei steigenden Temperaturen weniger stark ab wie bei günstigen Produkten. Um hier eine Vergleichbarkeit zu schaffen wurde der Viskositätsindex (VI) eingeführt. Ein Wert, der sich aus der Viskoität des Öles bei 40 °C und 100 °C errechnet. Dabei ist einer hoher VI mit einer nur geringen Temperaturabhängigkeit gleichzusetzen. Während des Betriebes sollte sich der VI nicht verändern, da die reguläre Ölalterung (Oxidation) sich über alle Temperaturbereich gleich auf die Viskoität auswirkt. Allerdings kann es zur Scherung von speziellen Additiven zur Verbesserung des Viskositätsindex (VI-Improver) kommen. Folglich sinkt der VI. Kommt es zu einem Anstieg, deutet dies hingegen auf eine Vermischung hin im Rahmen des Nachfüllens.
  • Wassergehalt in %
    Wasser ist der Todfeind jedes tribologischen Systems. Die Schmierwirkung wird reduziert, es droht Kavitation durch Dampfblasenbildung, die Ölalterung wird beschleunigt, es wirkt korrosiv usw. Daher sollte der Wassergehalt im Öl bei einer Ölanalyse immer beobachtet werden. Eine kostengünstige und hinreichend genaue Methode ist dabei die Bestimmung mittels der FT-IR Spektroskopie. Der Wassergehalt wird hierbei in % angegeben.
  • Glykolgehalt
    Qualitative Bestimmung des Glykolgehalts mittels der FT-IR Spektroskopie. Glykol im Öl ist ein Indikator für Undichtigkeiten des Kühlsystems (z.B. defekter Ölkühler oder Zylinderkopfdichtung). Es führt zur Öleindickung (Geleebildung) und kann so Filter und Ölbohrungen verstopfen.
  • PQ-Index
    Der Particle-Quantifier-Index ist eine dimensionslose Angabe der Menge an ferromagnetischem Abrieb (magnetisierbaren Abriebs) im Öl. Im Unterschied zur Methode mittels ICP können hier auch Partikel größer 5 µm erkannt werden. Der PQ-Index ermöglicht daher auch Verschleißmechanismen zu erkennen, die zum Beispiel auf kurzzeitige Einwirkungen zurückzuführen sind.
Leistungsumfang

• Probenentnahmegerät inkl. Schlauch bzw. Probenglas, Ultra Clean nach ISO 5884
• Öl-Proben-Begleitschein
• Öl-Proben-Entnahme-Anweisung
• Voradressierter Versandkarton
• Auslaufsicherer Druckverschluss-Beutel
• Analyse mit Laborbericht als PDF

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47,50 

Nutzen der Analyse

Gasmotoren stellen besonders hohe Anforderungen an Motorenöle. Bedingt wird dies durch teils schlechte Gasqualität, die zu einem vorschnellen Altern der Öle führt. Daher haben Gasmotoren die durchschnittlich geringsten Ölwechselintervalle der von uns überwachten Anlagen. Aber nicht nur schlechte Gasqualitäten, auch teils starke Schwankungen deren stellen Anlagenbetreiber vor eine Herausforderung. Es drohen u.a. Korrosionsschäden durch übersäuerte Öle und Ablagerungen an Hochbeanspruchten Bauteilen, wie zum Beispiel den Feuerstegen bei Kolben und an Ventilen.  Regelmäßige Ölanalysen garantieren hier Veränderungen schnell zu detektieren und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Beim Gasmotorenanalyseset mit dem “STANDARD”-Untersuchungsumfang erhalten sie Informationen hauptsächlich zum Zustand der Anlage. Veränderungen der Basen- und Säurezahl des Öls werden nicht erfasst. Daher sollte dieser Untersuchungsumfang nur dann gewählt werden, wenn die Anlage mit einem hochwertigen Gas betrieben wird.